mpMRT als Teil einer qualitätsgesicherten Prostatakrebs-Diagnostik in der Conradia Dresden

16.09.2021 Conradia Dresden

mpMRT als Teil einer qualitätsgesicherten Prostatakrebs-Diagnostik in der Conradia Dresden

Leitlinien in der Medizin geben den gegenwärtigen Erkenntnisstand wieder und unterstützen die Entscheidungsfindung von Ärzten im Rahmen der Versorgung ihrer Patienten bei spezifischen Gesundheitsproblemen. Die höchste Klasse der Leitlinien sind die S3-Leitlinien. Sie beruhen auf einer systematischen Analyse der wissenschaftlichen Belege sowie auf einer strukturierten Konsensfindung eines repräsentativen Gremiums. Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. wurde das fünfte Update der S3-Leitlinie Prostatakarzinom erarbeitet und im Mai veröffentlicht (Leitlinie Prostatakarzinom).

Die für die Radiologie inhaltlich relevanten Änderungen/Ergänzungen sind unter anderen:

  1. Die multiparametrische Kernspintomographie / Magnetresonanztomographie (mpMRT) nach geltenden Qualitätsstandards sollte in der Primärdiagnostik eingesetzt werden.
  2. Nach negativer systematischer Biopsie soll bei ansteigendem PSA-Wert eine Bildgebung mittels mpMRT, den geltenden Qualitätsstandards entsprechend, bei Patienten bis zum 75. Lebensjahr erfolgen.
  3. Patienten mit aktiver Überwachung eines niedrigmalignen Prostata-Karzinoms werden mit mpMRT kontrolliert.

In der Conradia Dresden wird diese Untersuchung von Dr. Klaus Holzweißig und Dr. Robert Suttner verantwortet, zwei radiologischen Fachärzten, die sich auf die Prostata-Diagnostik, insbesondere die mpMRT spezialisiert haben. Dies wurde ihnen durch die Erlangung der entsprechenden Q-Zertifikate der Deutschen Röntgengesellschaft, die die Erfahrung und Schulung in der Befundung dokumentieren, bescheinigt.

Bis heute übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten für diese Untersuchung in der Regel (noch) nicht. Die Praxis stellt jedoch fest, dass nicht nur Privatpatienten, sondern auch Selbstzahler diese qualitätsgesicherte Diagnostik zunehmend nachfragen. Jetzt freut sich das Spezialisten Team besonders, dass es gelang, einem neuen Vertrag zur Prostatakrebs-Versorgung zwischen der KV Sachsen und der AOK Plus beizutreten und den AOK-Versicherten, die von auch am Vertrag teilnehmenden Überweisern geschickt werden, die Untersuchung ohne Eigenanteil anbieten zu können.

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