MRT erkennt Herzmuskelentzündung in Verbindung mit Covid-19-Impfung

02.03.2022 Conradia Dresden

MRT erkennt Herzmuskelentzündung in Verbindung mit Covid-19-Impfung

Eine impfstoffassoziierte Herzmuskelentzündung führt in der Magnetresonanztomografie (MRT) zu einem ähnlichen Verletzungsmuster wie Herzmuskelentzündungen (med. Myokarditis) aus anderen Ursachen. Aktuelle Studien zeigen, dass die Veränderungen am Herzmuskel jedoch schwächer ausgeprägt sind, was den in der Regel milden Verlauf erklärt.

Eine Herz-MRT Untersuchung ist nach einer Biopsie, bei der Gewebe entnommen und untersucht wird, derzeit die sicherste und zugleich eine schonende Methode, um eine Herzmuskelentzündung zu diagnos­tizieren. Bei den eher leichten Erkrankungen ist sie die wichtigste Standarduntersuchung. Die Untersuchung wird mit dem Kontrastmittel Gadolinium durchge­führt. Da das Kontrastmittel nicht in die inaktiven Zellen gelangt, werden Ödeme (als Wasseranreiche­rungen außerhalb der Zellen) und die geschädigten Bereiche des Herzmuskels (in denen das Kontrast­mittel durch defekte Membranen auch ins Innere der Zellen gelangt) abgebildet. Darüber hinaus werden im Kardio-MR Veränderungen in den Dimensionen des Herzmuskels sichtbar und die Pumpleistung kann bestimmt werden.

Dies wurde durch eine aktuelle kanadische Studie eines Teams um die Kate Hanneman vom University Health Network in Toronto bestätigt. Sie verglich Patienten, die eine Myokarditis im Rahmen eines Covid-19 Krankheitsverlaufs entwickelten mit solchen, die die Herzmuskelentzündung nach einer Covid-19 Impfung bekamen und solchen, bei denen andere Gründe vorlagen. Die Impfkomplikation verlief im Vergleich zu Covid-19 und der Kontrollgruppe relativ milde und sie war von kürzerer Dauer, berichtete Hanneman. Nichtsdestotrotz rät sie allen Patienten, die nach einer Impfung Symptome entwickeln (neben Brustschmerz können dies auch Palpitationen (ungewöhnliche Herzaktivitäten) und Kurzat­migkeit sein) sich kardiologisch untersuchen zu lassen.

Ein MR-Kardio zur Diagnose oder zum Ausschluss einer Corona bedingten Herzmuskelentzündung können Sie in der Conradia Dresden in unsererm Standort im Diakonissenkrankenhaus durchführen lassen.

 

Quelle: Ärzteblatt vom 16. Februar 2022

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